Psychosoziale Interventionen - Studieninhalte

Psychosoziale Interventionen - Studieninhalte

Das Bachelorstudium Psychosoziale Interventionen ist ein grundständiger Studiengang. Es vermittelt insbesondere Abgrenzungskriterien und Unterschiede zwischen Psychotherapie und anderen psychosozialen Interventionsformen.
In den ersten vier Semestern des Curriculums ist das psychotherapeutische Propädeutikum abgebildet. Ab dem fünften Semester wird ein Fachspezifikum in Form eines Wahlpflichtfaches angeboten, um so bereits auf das konsekutive Masterstudium Psychotherapie vorzubereiten.

Das Bachelorstudium ruht auf den 3 Säulen: 

  • Einführung in die psychotherapeutischen Grundlagen
  • Persönlicher und gesellschaftlicher Kontext von Psychotherapie
  • Wissenschaftliche Reflexion

Einführung in die psychotherapeutischen Grundlagen

Es werden Grundlagenkenntnisse zur Psychotherapie, Psychologie, Psychiatrie, Psychopharmakologie und medizinischer Terminologie sowie entsprechende Unterschiede, Abgrenzungen und Interventionsmöglichkeiten vermittelt. 

Wesentlicher Bestandteil in den ersten Semestern sind außerdem die Theorien und Haltungen der unterschiedlichen psychotherapeutischen Schulen, was die Studierenden auch bei der Auswahl ihres fachspezifischen Wahlpflichtfaches im fünften Semester unterstützt. Ein weiterer Schwerpunkt sind Grundlagen der Persönlichkeitstheorien und der psychotherapierelevanten Diagnostik. Selbsterfahrungsprozesse werden in Gang gesetzt. 

Persönlicher und gesellschaftlicher Kontext von Psychotherapie

Absolventinnen und Absolventen werden dazu befähigt, transkulturelle Zusammenhänge zu verorten, lebensweltliche und individuelle Entwicklungen und Herausforderungen auf dem Hintergrund sozio-kultureller Wandlungsprozesse zu verstehen und zu analysieren. Sie sind in der Lage, die eigenen ethischen, moralischen und biografisch gewordenen, kulturell bedingten Wertmaßstäbe zu reflektieren und ko-konstruktiv in Begegnungssituationen anzuwenden. Ein besonderer Fokus liegt auch auf der Reflexion der eigenen kulturellen „Befangenheit“ und dem „Fremden in sich selbst“ als Basis eigenkultureller Öffnung. 

Wissenschaftliche Reflexion

Studierende lernen unterschiedliche Forschungslogiken (quantitativ/qualitativ, mixed methods) und die dahinterliegende erkenntnisstheoretische Orientierung kennen, sodass relevante Forschungsstudien verstanden werden und auf eigene Forschungsanliegen übertragen und reflektiert werden können. Ansätze und Methoden der empirischen Sozialforschungen werden vermittelt. Anhand von Übungen aus der aktuellen Schreibdidaktik und der amerikanischen Schreiwerkstatt-Tradition werden Strategien und Kniffe vermittelt, die ein systematisches Lesen, Verstehen, einordnen und argumentativ begründetes Kommentieren verstandenen Wissens fördert. Aus vorhandenen Ideen und Forschungsfragen entstehen Bachelorarbeiten.

Praktikum

Im Ausmaß von 480 Stunden ist ein Praktikum in anerkannten Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens zu absolvieren. Die dort gemachten Erfahrungen werden in einem der Module „Forschendes Lernen“ reflektiert. Theorie wird mit dem praktischen Lernen verknüpft. 

Bachelorarbeiten

Im Rahmen des Studiums sind zwei Bachelorarbeiten zu verfassen, die eine komplexe humanwissenschaftlich relevante Fragestellung aus dem jeweiligen Handlungsfeld der prozessorientierten und szenischen Interventionsarbeit analysieren, ausarbeiten und bewerten und mit Kriterien professioneller Handlungskompetenzen verknüpfen.

Kontakt Studiengang Psychosoziale Interventionen
Profilbild Silvia Weigl
Geschäftsführerin/Kanzlerin
Mag. Silvia Weigl, MSc
+43 676 847 228 802
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