Bertha von Suttner

Bertha von Suttner

Bertha Sophia Felicita Freifrau von Suttner (1843–1914) war eine österreichische Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin. Sie glaubte an eine evolutionistische, humanistisch-aufklärerische Entwicklung der Menschheit. In ihren Romanen setzte sie sich kritisch mit Problemen wie Nationalismus, Antisemitismus, Frauenrechten und Jugenderziehung auseinander.

Ein Leben für den Frieden

Suttners Roman „Die Waffen nieder“ wurde in fast alle Sprachen Europas übersetzt und trug wesentlich zur Verbreitung und Popularisierung der Friedensidee und -bewegung in Europa und Amerika bei. Das Buch galt zu jener Zeit als wichtigster Antikriegsroman.
Die Idee zur Stiftung eines Friedensnobelpreises kam Alfred Nobel durch seine Freundschaft mit Bertha von Suttner. 1891 gründete Suttner die Österreichische Friedensgesellschaft, deren Präsidentin sie zeitlebens blieb. Sie setzte sich für die Gründung eines internationalen Schiedsgerichtes ein und nahm an fast allen Friedenskonferenzen als Vertreterin von Österreich teil. 1905 wurde Bertha von Suttner als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Würdigungen

Porträts Bertha von Suttners waren auf der österreichischen 1.000-Schilling-Banknote von 1970 sowie auf etlichen Briefmarken abgebildet. Heute findet man sie auf der österreichischen 2-Euro-Münze.
Zahlreiche Städte in Österreich und Deutschland erinnern durch die Benennung von Schulen, Plätzen und Straßen an Bertha von Suttner. 2001 wurde ein Asteroid zu ihren Ehren „von Suttner“ benannt.
Die Bertha-von-Suttner-Stiftung der Deutschen Friedensgesellschaft DFG-VK engagiert sich seit 1993 für die „Förderung der Völkerverständigung, des Friedens und der internationalen Zusammenarbeit“.