Forschungsprojekte

Forschungsprojekte

Nachstehend informieren wir über laufende und geplante Forschungsprojekte an der Bertha von Suttner Privatuniversität.

Weiterentwicklung der Suttnerforschung

Um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert war Bertha von Suttner eine der berühmtesten Frauen der Welt. Heute sind ihre Denkweisen, ihre Prognosen und Utopien weitgehend in Vergessenheit geraten. Das historische Umfeld in der Zeit ihres Wirkens unterscheidet sich zwar deutlich von dem heutigen, eine Re-Lektüre ihrer Arbeiten kann aber ein interessantes Licht auf die heutige Zeit, ihre Probleme und Herausforderungen werfen. Eine erste, durch die Bertha von Suttner Privatuniversität angestellte Durchsicht (Pichler 2018, 2019a, 2019b) hat vielversprechende Forschungsfragen aufgetan. Im Zuge des hier beantragten Projektes werden die Grundlagen für eine kontinuierliche Beschäftigung der Suttneruni mit ihrer Namenspatronin gelegt.

Projektdetails

Ziel des Arbeitsprogrammes ist eine neue Kontextualisierung und Reflexion von Suttners Thesen auf der Grundlage aktueller sozialwissenschaftlicher Theorie und Praxis. Im Zuge einer aktiven wissenschaftlichen Revision werden diese produktiv für die Weiterentwicklung der Suttnerforschung genutzt. Dadurch soll Sutters Werk sowie das sozial-reformerische und utopische Potenzial ihrer Ansätze für die Gegenwart sichtbar gemacht werden. Dies ist besonders in Bezug auf Suttners sozialwissenschaftliches Interesse, ihr Bildungsverständnis, die Frauenfrage und ihre Strategien, Inhalte und Anliegen zu verbreiten, relevant. Die Bertha von Suttner Privatuniversität in St. Pölten ist die erste Universität im deutschsprachigen Raum, die den Namen einer Frau führt. Es ist der Suttneruni ein Anliegen, auf einer wissenschaftlichen Ebene die Auseinandersetzung mit dem Leben, Denken und Wirken ihrer Namenspatronin zu fördern. Das von der Forschungsstelle der Niederösterreichischen Landesregierung finanzierte Projekt dient einer intensiven Befassung mit dem Werk und Wirken der Bertha von Suttner, sowie dessen Rezeption durch die gegenwärtige Forschung und im historischen Kontext.

Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Dr. Adelheid Pichler
Status genehmigt
Laufzeit 2020-2021
Publikationen in Vorbereitung

2019a: A. Pichler. 2019a. “Nur wer die Fähigkeit zur Utopie hat, kann Impulse für die Zukunft setzen“(Bertha von Suttner)! Arbeitsbericht zum Stand der Suttnerforschung. Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten (Druck in Vorbereitung).
2019b: A.Pichler. 2019b. Auf den Spuren Bertha von Suttners in Georgien. Bericht zur Studienreise Juli 2019. Bertha von Suttner Privatuniversität, St. Pölten (1-11). (Druck in Vorbereitung).
2019c: 2020. Bertha von Suttner. Wegweiserin einer neuen Universität in St. Pölten. Vortragsmanuskript Bertha von Suttner Privatuniversität, im Festsaal der Fachhochschule in St. Pölten. (Druck in Vorbereitung).
2020: Datenbankeintrag Buxus Stiftung Fritz Bauer Forum. Zentrum für Menschenrechte. Hamburg (1-14) (Druck in Vorbereitung).

Mental eHealth & Telepsychiatry

Towards an Integrated Healthcare Management (Tool)” and Telecouncil for distanced care

Die Corona-Krise war und ist eine weltweite, für viele Personen aber vor allem eine höchstindividuelle Krise. Eine Covid-Erkrankung, aber auch die Umstände der Krise – Lockdown, Isolation, prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse, individuelle Ängste und mentale Last – rücken vermehrt die Frage nach kritischer psychosozialer Versorgungsleistung und -wirksamkeiten in den Fokus. Große Hoffnungen werden in eHealth- und mHealth-Lösungen gesetzt. Sogenannte „Mental Health Apps“ fluten die App-Stores. Fragen nach deren Funktionalität, der (therapeutisch-medizinischen) Effizienz, aber auch fehlende Standards und praxisorientierter Entwicklung im klinischen Setting, sprechen für akuten Handlungs- und Forschungsbedarf.

Projektdetails

Mit Blick auf differenzierte strukturelle Settings (etwa inpatient / outpatient) und der damit einhergehenden Frage nach Rolle und Potential (digitaler) Technologien, erforscht und entwickelt das Konsortium, entlang des effektiven Bedarfs, IKT-Anwendungen für „Mental Health“ in einem praxisnahen Setting, in Kooperation mit der Abteilung für Psychiatrie der Barmherzigen Brüder Eisenstadt. Im Kontext künftig anzustrebender Ausfalls- und Versorgungssicherheit psychiatrischer Leistungen im akuten Krisen- und Pandemiefall (Resilienz & Distancing), werden sowohl die Entwicklung des Anwendungsfelds IHM wie auch Telepsychiatrie (+ Telekonsil Psychiatrie) durch wissenschaftliche sowie soziokulturelle Erkenntnisse, insbesondere aus der Covid19-Krise, untermauert. Hier gilt es sichere und ethisch geprüfte digitale Instrumente zu entwickeln, die etwa psychiatrische Konsiliarleistungen für hochinfektiöse PatientInnen im Krisenfall ermöglichen.

Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Dipl.-Ing. Esther Blaimschein BSc
Kooperationspartner Prim. Dr. med. Florian Buchmayer (Barmherzige Brüder Eisenstadt, Abteilung für Psychiatrie)
FH Prof. Mag. Dr. Alexander Brunner (FH Campus Wien, Soziale Arbeit) 
FH Prof. DI Dr. Stefan Sauermann (FH Technikum Wien, Medical Engineering & eHealth)
a.o. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Gratz (Gratz & Partner OG)
Univ.-Prof. Dr.iur Dragana Damjanovic (TU Wien, FB Rechtswissenschaften)
a.o. Univ.-Prof. DI Dr. Peter Purgathofer (TU Wien, HCI Group)
Status genehmigt, Projektstart Oktober 2021
Laufzeit 2021-2022
Fördergeber/-schiene FFG, IKT der Zukunft Call 2020 „Resilience and Distancing“

Vulnerabilitäten in Krisenzeiten neu denken

Es werden die längerfristigen Auswirkungen der Pandemie auf die Situation von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen untersucht. Dazu werden in drei Jahren nicht nur Daten gesammelt werden, um die bisherigen Entwicklungen der Pandemie nachzuzeichnen und die Belastungen aus Sicht der Betroffenen nachvollziehbar zu machen. Ziel des vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekts (Projektnummer P 34641-G) ist auch die Entwicklung eines Prototyps für ein Modell eines inklusiven Krisenmonitorings, um Nachwirkungen und zukünftige Herausforderungen durch Krisen nachhaltig und gleichberechtigt bewältigen zu können.

Projektdetails

Die COVID-19-Pandemie stellt eine komplexe Herausforderung für die gesamte Gesellschaft dar. Studien zeigen aber auch, dass in Zeiten der Pandemie wesentliche Schritte in Richtung Teilhabe und Inklusion gefährdet sind. Die längerfristigen Auswirkungen auf die Bildungs-, Lebens- und Unterstützungssituation von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen werden in den Fokus genommen. Im bisherigen Diskurs blieben die Blickwinkel dieser Menschen nahezu unbeachtet. Mechanismen, die soziale Benachteiligung und Diskriminierung bedingen, wurden bis dato nicht klar erfasst und in geeigneter Form bearbeitet.

Mit partizipativen Methoden werden vor allem qualitative Daten gesammelt, um die bisherigen Entwicklungen der Pandemie nachzuzeichnen und die Belastungen aus Sicht der Betroffenen nachvollziehbar zu machen. Deren Blickwinkel blieb im bisherigen Diskurs nahezu unbeachtet, was dazu beiträgt, dass Mechanismen, die soziale Benachteiligung und Diskriminierung bedingen, nicht klar erfasst und in geeigneter Form bearbeitet werden können. In Zusammenarbeit mit Organisationen und Akteur/inn/en aus dem Bereich der Zivilgesellschaft, Menschenrechte und öffentlichen Verwaltung sowie internationalen Expert/inn/en entsteht ein Prototyp für ein Modell eines inklusiven Krisenmonitorings.

 

Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Univ.-Prof. Dr. Oliver Koenig
Status genehmigt
Kooperationspartner*innen  Ass.-Prof. Mag. Dr. Michelle Proyer, Universität Wien
Laufzeit 2021-2024
Fördergeber/-schiene Wissenschaftsfonds FWF
Publikationen in Vorbereitung

Partizipative, rekonstruktive Wissenschaftsforschung zum Forschungsinformationssystem „Portfolio“

Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen müssen eine Vielzahl unterschiedlicher Forschungsdaten, -ergebnisse und -produkte archivieren sowie in zahlreichen Kontexten präsentieren und zur Verfügung stellen. Obwohl es sich dabei um hochstandardisierte Prozesse handelt, entwickelten viele Universitäten – in der Regel ohne kultur- und humanwissenschaftliche Reflexion – aufwendige, idiosynkratrische Lösungen oder wurden Kunden großer gewinnorientierter Konzerne. In der Regel fraglos werden dabei gesetzte Standards übernommen und entfalten hinter dem Rücken von den Akteur*innen große Wirkung.

Projektdetails

Das transdisziplinäre Projekt Portfolio macht die digitalen Ressourcen der Forschungsdokumentation, -archivierung und -präsentation, zusammengefasst als ‚Forschungsinformationssysteme‘ (FIS), die heute zur ‚kritischen Infrastruktur‘ universitärer Forschung zählen, zum Gegenstand: Mit einem höchst innovativen Projektdesgin wird ein Teil der „DNA“ des Wissenschaftssystems unter die Lupe genommen und weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen die Orientierung und Anliegen der Wissenschaftler*innen. Folgenden Fragen gehen wir dabei nach: Welche (unreflektierten) Ideologien bzw. Weltanschauungen spiegeln sich in der materiellen Struktur, Text und Bildsprache von FIS wieder? (Methode: Walkthrough). Welche Rolle nehmen FIS für Wissenschaftler*innen ein? Welche Orientierungen haben Wissenschaftler*innen im Zusammenhang mit FIS? Wie verhalten sich implizite Normen und Regeln von FIS zu impliziten und expliziten Handlungsorientierungen von Wissenschaftler*innen? (Teilnehmende Beobachtung und Gruppendiskussionsverfahren in der Tradition der Dokumentarischen Methode). Entsprechende Ergebnisse der empirischen Bemühungen fließen in die Gestaltung von Portfolio.

 

Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Univ.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski
Status Konzeption / Beantragung
Kooperationspartner*innen  Sen.Sc. DI Dr.phil. Florian Bettel (Universität für angewandte Kunst Wien)
Moritz Meister, MSc (BSU) 
Akademie der bildenden Künste Wien 
Katholische Privat-Universität Linz
Status laufend
Laufzeit 2021-2022
Fördergeber/-schiene Niederösterreichische Landesförderung
Links https://portfolio-showroom.ac.at

START: Self-Determination through technological support of Autonomy, Resilience and organizational Transformation

Anders als in der Gesundheitsversorgung und Pflege, in denen in der vergangenen Dekade ein breites Investment an Innovationen (AAL, ehealth) zur IKT-Stützung von Kernprozessen erfolgt ist, dominiert im Feld der Behindertenhilfe der Fokus auf betrieblichen Praktiken und Abläufen, Dokumentationssystemen, sowie auf vereinzelte, gezielte Entwicklung technologischer-Applikationen (z.B. unterstützte Kommunikation), oft als Insellösung mit damit einhergehenden Synergieverlusten. Wie die UNBRK darlegt, umfasst Artikel 19 „Selbstbestimmte Lebensführung“ die Verpflichtung zu einem Systemwechsel auf der Grundlage einer umfassenden Deinstitutionalisierung. Forschungsberichte stellen hier fest, dass Fortschritte in diesem Bereich nur langsam vorangegangen sind, da diese Transformation eine Transformation der Organisationen selbst voraussetzt (vgl. FRA, 2017; Biewer & Koenig et al. 2020). 

Projektdetails

Organisationale Herausforderung der Weiterentwicklung zu individualisierten Unterstützungssystemen besteht in der vermehrten Notwendigkeit, Lösungen für eine Vielzahl an komplexen internen und externen Schnittstellen zu bewältigen. START zielt aber nicht nur darauf ab bestehende Lösungen zu integrieren, sondern soll auch als technische Hilfe zur Unterstützung und Beschleunigung der organisationalen Transformation beitragen. Durch Human-Centred & Participatory Design soll eine ICT Lösung mitanstatt nurfür den Nutzer entwickelt werden, ausgerichtet auf die Stärkung von Selbstbestimmung und Resilienz. Das Besondere an der zu entwickelnden Technologie besteht darin, dass es auf allen Ebenen des Leistungserbringungsprozesses Transparenz, Ausrichtung von Ressourcen, Effektivität, Lernen und Weiterentwicklung (via der intelligenten und anschaulichen Bündelung von Informationen mittels Algorithmen/KI) ermöglichen soll. 

Angestrebte Ergebnisse und Erkenntnisse 

Als Ergebnis wird die Entwicklung eines KI gestützten ICT-Kerns angestrebt, welcher, exemplarisch, ausgewählte Services sowie ein barrierefreies, mobiles Interface integriert. Der komplette Entwicklungsprozess ist eng mit der Diskussion und Beantwortung folgender Fragen durch das Konsortium verbunden: (A) Welche technologisch gestützten Strukturen können die Autonomie von Betroffenen sowie fachliches Handeln von Mitarbeiter*innen auch über Distanz ermöglichen? (B) Welche Erfahrungen in der Nutzung von IKT-basierten Technologien haben Organisationen während der CoVID-19 Pandemie gemacht? (C) Welche Abläufe zur Gestaltung von an Autonomie und Selbstbestimmung orientierten Unterstützungsleistung konnten im Zuge der CoViD Pandemie dadurch gleichwertig gelöst werden, und welche nicht? (D) Welche neuartigen Lösungen könnten nutzer*innenzentrierte Technologien befördern bzw. ein umfassend nutzbares Instrument (Prototyp) in Einrichtungen der Behindertenhilfe entwickeln helfen? 

Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Univ.-Prof. Dr. Oliver Koenig
Status bewilligt
Kooperationspartner*innen  Carecenter Software GmbH. 
Creagy 
Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung 
Paris Lodron University of Salzburg 
Balance 
Lebenshilfe Tirol 
Lebenshilfe Netzwerk
Laufzeit 2022-2024
Fördergeber/-schiene gefördert von der FFG im Rahmen des Programms IKT der Zukunft: „Interdisziplinäre IKT für 
Resilienz und Distancing”

Communitizing Media Design: Development Practices, Uses, and Ideologies (COMEDE)

Untersuchungsgegenstand ist die Verwendung digitaler Medien in posttraditionalen Gemeinschaften. Zentrale Fragestellung ist wie Mediendesign Vergesellschaftung und Subjektivierung prägt und umgekehrt, also wie es durchdieselben geprägt wird. Der Betrachtungsumfang zieht daher Medienentwicklung und Entwicklergruppen ebenso wie User und die technischen Dispositive ein. Am Beispiel von vier exemplarisch untersuchten Apps (Self-tracking, Dating, Nachbarschaft, Open-Source Desktopumgebung) werden jene Faktoren rekonstruiert, die sowohl Anwendungs- als auch Entwicklungsprozesse bestimmen. Es wird von der These ausgegangen, dass sich Medien und Gesellschaft wechselseitig hervorbringen, dass Medien mithin nicht nur technische Hilfsmittel sind, sondern vielmehr aus Kommunikations- und Vergemeinschaftungsprozesse entspringen und diese auch prägen. Ziel ist u.a. anderem unterschiedliche Medien Ideologien herauszuarbeiten, die diese Prozesse charakterisieren.

Projektdetails
Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Univ.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski, Kooperationspartnerin
Status Vorbereitung der Einreichung: FWF Forschungsgruppe
Kooperationspartner*innen  Univ.-Prof. Dr. habil. Jürgen Spitzmüller (Univ. Wien, Sprachwissenschaft), Univ.-Prof. Dr. habil. Michaela Pfadenhauer (Univ. Wien, Soziologie), aProf. Dr. habil. Thomas Slunecko (Univ. Wien, Psychologie)
Laufzeit 3 Jahre ab Bewilligung

Auswirkungen der Covid-19-Krise auf das Erleben von psychisch erkrankten Personen im Kombinationssetting von gruppen- und einzelpsychotherapeutischer Behandlung

Psychotherapie- und insbesondere Gruppentherapie- hat in der Krisenzeit der Covid-19-Pandemie essentielle Aufgaben im Hinblick auf soziale Inklusion, Ressourcenaktivierung und Förderung der Resilienz. Unklar ist bislang allerdings, ob die Anforderungen der sozialen Distanz Auswirkungen auf die Art und Weise haben, wie Patient*innen gruppentherapeutische Angebote annehmen. In Kooperation mit der pt-ambulanz und dam ÖAGG.

Projektdetails

In einer multimethodischen Studie wird die Veränderung des Belastungserlebens und der Symptomatik von Patient*innen, die sich in einer gruppenpsychotherapeutischen Behandlung mit begleitender Einzelpsychotherapie an der ÖAGG psychotherapeutischen Ambulanz (pta) befinden, retrospektiv mit einem Kurzfragebogen erfasst. Zudem werden qualitative, narrative Interviews geführt. Für ein Verständnis der psychosozialen Dynamik im therapeutischen Gruppenprozess werden Gruppendiskussionen einer fortlaufenden Intervisionsgruppe von behandelnden Gruppenpsychotherapeut*innen dokumentarisch und tiefenhermeneutisch ausgewertet. Dabei werden die spezifischen Herausforderungen und Möglichkeiten der Gruppenpsychotherapie in der Zeit der Covid-19-Krise untersucht.

Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Univ.-Prof. Dr. Aglaja PrzyborskiKooperationspartnerin
Status in Bearbeitung
Kooperationspartner*innen  Mag. Hannah Bischof (pta), Hon.-Prof. Dr. habil. Günter Dietrich (ÖAGG), Markus Hochgerner MSc MSc (ÖAGG), Mag. Vanja Poncioni-Rusnov (pta), Dr. Klaus Schulte (pta)
Laufzeit 2020
Publikationen

Tagungsbeitrag (angenommen): „Psychotherapieforschung. Aktuelle Entwicklungen in Versorgung und Ausbildung.“ 3. Tagung der Koordinationsstelle Psychotherapieforschung (Gesundheit Österreich GmbH, Oktober 2020)

Bericht der psychotherapeutischen Ambulanz (pta)

Publikation in der Zeitschrift des ÖAGG: Feedback

Dissertation (Dr. Pia Wegleitner-Ceppel): Macht der Unterwerfung. Personzentrierte Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Aggressionsformen vor dem Hintergrund weiblicher Sozialisation und feministischer Entwicklung.

Untersuchungsgegenstand ist das Phänomen des „Erdulden-Ertragen-Hinnehmens“ von Frauen. Ein sich den Gegebenheiten und absolut erscheinenden Bedingungen zu unterwerfen, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse denen von anderen, oft nahen Angehörigen, unterzuordnen. Grundlage dieses Dissertationsvorhaben bilden Beobachtungen aus der praktischen psychotherapeutischen Arbeit im personzentrierten Ansatz. Dem Phänomen wird sowohl theoretisch (neben Rogers, u.a. Nietzsche, Arendt, Beauvoir Mitscherlich) als auch auf der Basis einer empirischen rekonstruktiven Studie nachgegangen.

Projektdetails
Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Univ.-Prof. Dr. Aglaja PrzyborskiBetreuerin
Status in Bearbeitung
Kooperationspartner*innen  Sigmund Freud Privatuniversität Wien. Fakultät für Psychotherapie
Laufzeit 2020-2022
 

Pilotstudie „Eingangsphase in der ambulanten Gruppentherapie“

Die Pilotstudie widmet sich anhand von mehr als 1500 retrospektiven Falldaten aus der psychotherapeutischen Ambulanz des ÖAGG (PTA) der Eingangsphase in der Gruppenpsychotherapie. Ein vertieftes Verständnis für den Ausstieg von Patient*innen in dieser Phase des Psychotherapieprozesses ist sowohl für die settingspezifische Gestaltung der Therapie als auch für das psychotherapeutische Vorgehen in der therapeutischen Behandlung wichtig. Ziel der Studie ist eine erste Rekonstruktion von Umständen des Verlassens der Gruppe innerhalb der ersten 10 Sitzungen. Die Studie zeichnet sich durch eine multiparadigmatische und -methodische Herangehensweise aus, die sowohl die Perspektive der Patient*innen als auch die der Therapeut*innen beinhaltet. In Kooperation mit der pt-ambulanz und dam ÖAGG.

Projektdetails
Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Univ.-Prof. Dr. Aglaja PrzyborskiKooperationspartnerin
Status in Bearbeitung
Kooperationspartner*innen  Mag. Hannah Bischof (pta), Hon.-Prof. Dr. habil. Günter Dietrich (ÖAGG), Mag. Vanja Poncioni-Rusnov (pta), Assoc. Prof. Dr. Michael Wininger (BSU)
Laufzeit 2020-2022
Publikationen Tagungsbeitrag (angenommen): „Psychotherapieforschung. Aktuelle Entwicklungen in Versorgung und Ausbildung.“ 3. Tagung der Koordinationsstelle Psychotherapieforschung (Gesundheit Österreich GmbH, Oktober 2020)

Bericht der psychotherapeutischen Ambulanz (pta)

Facilitating Encounter

Es wird der Frage nachgegangen, was gegenwärtig als internationaler State of the Art der personzentierten Leitung, genauer des Facilitating von Encountergruppen, definiert werden kann. Dazu wurden im Nachgang des „13th World Congress for Client Centered and Experiential Psychotherapy“ Personzentrierte Psychotherapeut*innen und Ausbilder*innen für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung eingeladen, ihre Arbeit als Facilitator von Encountergruppen darzustellen und in Auseinandersetzung mit dem wissenschaftlichen Diskurs zu reflektieren. Als Ergebnis gibt es drei Hefte des internationalen wissenschaftlichen Journals „Person-Centered & Experiential Psychotherapies“ zum Thema „Facilitating Encounter“. Ein Überblicksartikel ist in Arbeit.

Projektdetails

 

Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Univ.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski, APG•IPS
Status in Bearbeitung
Kooperationspartner*innen  Dr. Gillian Proctor, Programme leader of the MA in Psychotherapy and Counselling, University of Leeds UK
Renata Fuchs, MAS, stellvertretende Ausbildungsleitung der fachspezifischen Ausbildung des APG•IPS (Institut für Personzentrierte Studien)
Laufzeit 2019-2021
Publikationen Herausgabe von drei Schwerpunktheften der internationalen Zeitschrift Person-Centered & Experiential Psychotherapies zum Thema „Facilitating Encounter“ (18/3, 4 und 19/3):

Aglaja Przyborski, Gillian Proctor & Renata Fuchs (2020) Editorial for facilitating encounter special issue 3: personal, theoretical and empirical approaches, Person-Centered & Experiential Psychotherapies, DOI: 10.1080/14779757.2020.1790410
Gillian Proctor, Renata Fuchs & Aglaja Przyborski (2019b) Editorial: facilitating encounter in a training context, Person-Centered & Experiential Psychotherapies, 18:4, 309-310, DOI: 10.1080/14779757.2019.1694968 
Gillian Proctor, Renata Fuchs & Aglaja Przyborski (2019a) A core concept of PCA in the spotlight: facilitating encounter,Person-Centered & Experiential Psychotherapies,18:3, 195-201, DOI: 10.1080/14779757.2019.1650814

Prospektive naturalistische Längsschnittstudie zur Wirksamkeit von Gruppenpsychotherapie an der ÖAGG psychotherapeutischen Ambulanz

Im aktuellen Stand der Psychotherapieforschung ist dokumentiert, dass die Gruppenpsychotherapie in ihrer Wirksamkeit zu der einzelpsychotherapeutischen Behandlung vergleichbare Effekte erzielt.  Die Forschungsfragen dieser Längsschnittstudie beschäftigen sich mit noch nicht hinreichend untersuchten Fragestellungen zur Gruppenpsychotherapie. Die Forschungsfragen richten sich auf die Messung der  allgemeinen Wirksamkeit der Behandlung, auf die Untersuchung der Wechselwirkungen von störungsspezifischen Krankheitsaspekten, sozioökonomischen Parametern der Patient*innen und auf methodenspezifische Variablen des Behandlungsprozesses. In Kooperation mit der pt-ambulanz und dam ÖAGG.

Projektdetails

Durch 68 zeitlich parallel geführte Gruppen an der pta mit jeweils ca. 10 Personen besteht ein geeigneter Rahmen für eine differenzierte naturalistische Wirksamkeitsforschung mit maximal vier Jahren Therapiedauer, gefolgt von einer katamnestischen Nachbefragung. Die Gruppen sind drei unterschiedlichen Grundströmungen (Clustern) der Psychotherapie zugeordnet - psychoanalytisch/psychodynamisch, humanistisch/existenziell und systemisch.

Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Univ.-Prof. Dr. Aglaja PrzyborskiKooperationspartnerin
Status in Bearbeitung
Kooperationspartner*innen  Mag. Vanja Poncioni-Rusnov (pta), Mag. Hannah Bischof (pta), Markus Hochgerner MSc MSc (ÖAGG), Hon.-Prof. Dr. habil. Günter Dietrich (ÖAGG)
Laufzeit 2020
Publikationen Tagungsbeitrag (angenommen): „Psychotherapieforschung. Aktuelle Entwicklungen in Versorgung und Ausbildung.“ 3. Tagung der Koordinationsstelle Psychotherapieforschung (Gesundheit Österreich GmbH, Oktober 2020)

Bericht der psychotherapeutischen Ambulanz (pta)

Ressentiments. Eine qualitative Untersuchung zu Ressentiments als psychosozialen Prozess im Alltag.

Ressentiments sind heutzutage präsenter denn je und werden oft als „political emotion of our time“ angesehen. Untersuchungen hinsichtlich Ressentiments hat es bis dato sowohl im sozialwissenschaftlichen  als auch im psychologischen Bereich gegeben. Das Projekt richtet sich nun auf die psychosozialen Prozesse der Entstehung von Ressentiments bei Individuen und in der Gruppe und zwar mit einem besonderen Fokus auf Kollektivität. Letztere begegnet uns im Alltag als Gemeinschaftserleben. Zudem wird das Augenmerk auf den Unterschied zwischen Vorurteilen und Ressentiments gelegt sowie auf die Rolle des Erlebens von (sozialem) Strukturwandel für die Entwicklung von Ressentiments.

Projektdetails
Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Univ.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski Scientific Advisory Board
Status eingereicht
Kooperationspartner*innen 

Ass.-Prof. Dr. Katharina Hametner, Principal Investigator, SFU Wien

Laufzeit 2020-2023

Körperliche Selbstpräsentation und Körperpraxen im Spannungsfeld von Selbstoptimierung und Selbstverletzung

Unsere digitalisierte Welt macht zum einen die Rezeption, Bearbeitung und Verbreitung von Bildern so leicht wie noch nie. Zum anderen werden die Möglichkeiten der Optimierung der körperlichen Erscheinung immer vielfältiger, von Self-Tracking- Devices bis zu operativen Eingriffen im Dienst der Schönheit. Empirisch werden klinisch auffällige mit alltäglichen Körperpraxen verglichen, mit der Frage, welche seelischen Konflikte im Umgang mit dem eigenen Körper ausgetragen werden und in welchem Verhältnis gesellschaftliche und technologische Entwicklungen zu destruktiven Körperpraxen stehen. Zu erwarten ist ein Beitrag zur Diskussion von Körperpraxen im technologischen Wandel.

Projektdetails
Leitung / Projektverantwortliche Suttneruni Univ.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski
Status Konzeption / Beantragung
Kooperationspartner*innen  ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Slunecko, Institut für Psychologische Grundlagenforschung und Forschungsmethoden der Fakultät für Psychologie an der Universität Wien
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Straub, Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr Universität Bochum
Laufzeit -
Publikationen Przyborski, Aglaja & Slunecko, Thomas (2020). The significance of iconic thinking for the understanding of media – A praxeological model of communication. Sage Open