Personenzentrierte Psychotherapie beim VRP

Personenzentrierte Psychotherapie beim VRP

Die psychotherapeutische Methode nach C. R. Rogers - auch Rogerianische, Klientenzentrierte oder Person(en)-zentrierte Psychotherapie genannt - wurde von Carl R. Rogers (1902-1987) und seinen Mitarbeitern in den Vierziger- und Fünzigerjahren des 20. Jahrhunderts konzipiert. Sie wurde in der therapeutischen Arbeit mit diagnostisch unterschiedlichen Zielgruppen vor allem in den USA, im deutschsprachigen Europa, Holland, Belgien und England weiterentwickelt. Obwohl in der Geschichte der Rogerianischen Psychotherapie eine Reihe verschiedenartiger Einflüsse erkennbar sind (z.B. Existenzphilosophie, psychoanalytisches Denken Rank’scher Prägung, Pragmatismus) ist sie nicht eine Weiterentwicklung einer bereits bestehenden Methode. Sie wurde im Zusammenspiel von phänomenologischer Theoriebildung und fortlaufender empirischer Psychotherapieforschung entwickelt.

 

Die Psychotherapie nach C. R. Rogers geht von der Fähigkeit des Menschen aus, sich in Richtung größerer Reife und psychischer Funktionsfähigkeit zu entwickeln (Aktualisierungstendenz), sich von „innen“, von seiner „organismisch-emotionalen“ Basis her unter günstigen Bedingungen zu steuern (organismische Selbstregulierung).


Grundprinzip der psychotherapeutischen Arbeit liegt in der Freisetzung der Aktualisierungstendenz als Entwicklungsprinzip des menschlichen Organismus und der Aktivierung des Selbst als Zentrum der Erfahrungs- und Handlungsorganisation des Klienten/Patienten. Die Inkongruenz von organismischer Erfahrung und Selbsterfahrung, die die Basis psychischen Leidens bzw. der Krankheitskonzepte darstellt, wird durch den zunehmenden Ausdruck von persönlichen Erfahrungen, Gefühlen und Einstellungen wahrnehmbar, spürbar und nachvollziehbar. Die Aufhebung der Inkongruenz, die Förderung einer integrierten, voll funktionierenden Persönlichkeit geschieht durch die Entfaltung des Erlebens (Experiencing) als bewussten Prozess in einer therapeutischen Beziehung, die durch bestimmte komplexe Einstellungen und damit verbundenen Verhaltensweisen charakterisiert ist.
 

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Interview zur Personenzentrierten Psychotherapie

Sabine Hofer-Freundorfer und Andrea Hammer von der Vereinigung Rogerianischer Psychotherapie sprechen im Interview unter anderem über das Menschenbild und die Wirkmechanismen, die der Therapiemethode zugrunde liegen.

Kooperationspartner

Das Fachspezifikum Personenzentrierte Psychotherapie wird in Kooperation mit der Vereinigung Rogerianische Psychotherapie angeboten. Die Ausbildung findet am Standort des Kooperationspartners statt.

 

Kontakt:

VRP - Vereinigung Rogerianischer Psychotherapie

Sabine Hofer-Freundorfer und Andrea Hammer

A - 1030 Wien, Schützengasse 25/5

0664 164 43 03

office@vrp.at

www.vrp.at