Neuersscheinungen

Neuersscheinungen

Eine Publikation zu Forschungsdesigns für die qualitative Sozialforschung im "Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung" (2019)

9. März 2022: Das "Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung" ist das erste im deutschen Sprachraum, in dem qualitative und quantitative Methoden gleichberechtigt dargestellt werden. Der Beitrag "Forschungsdesigns für die qualitative Sozialforschung" von den Autorinnen Univ.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski, von der Universität Wien und Bertha von Suttner Privatuniversität St. Pölten und von Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr, von der Universität Leipzig bietet einen umfangreichen Überblick über die Methoden der qualitativen Sozialforschung. pp 105 bis 123.

https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-21308-4_7

Zusammenfassung

Bei der Verwendung qualitativer Methoden ist nicht immer klar, was die Durchführung qualitativer Forschung im Einzelnen bedeutet und welchen methodischen Grundlagen und Standards sie genügen muss. Das mag auch daran liegen, dass wir erst am Beginn einer systematischen Integration qualitativer Methoden in die Curricula human- und sozialwissenschaftlicher Studiengänge stehen, von der Besetzung entsprechender Professuren ganz abgesehen.

Copyright Information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

About this chapter

Przyborski A., Wohlrab-Sahr M. (2019) Forschungsdesigns für die qualitative Sozialforschung. In: Baur N., Blasius J. (eds) Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-21308-4_7

First Onlline 15 February 2019 DOI https://doi.org/10.1007/978-3-658-21308-4_7 Publisher Name Springer VS, Wiesbaden Print ISBN 978-3-658-21307-7 Online ISBN 978-3-658-21308-4 eBook Packages Social Science and Law (German Language)

Studie im Bereich der COVID-19 Forschung – in der Zeitschrift für Gruppentherapie und Beratung des ÖAGG / FEEDBACK 1&2/2021

8. März 2022: "Wie kommen psychisch erkrankte Personen durch die COVID-19-Krise?" Eine empirische multimethodische Studie mit Daten von PatientInnen in gruppentherapeutischer Behandlung. Mit Beiträgen von Mag. Hannah Bischof, Hon.-Prof. Dr. Günter Dietrich, Univ.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski, Vanja Poncioni-Rusnov in der Zeitschrift für Gruppentherapie und Beratung des ÖAGG (Österreichische Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik).

https://oeagg.at/wp-content/uploads/2021/12/FB1_2_21_lay08_final_screen-2.pdf

Editorial

Mit März 2020 hat sich unsere Welt massiv verändert und die weiteren Entwicklungen rund um COVID-19 waren noch ungewiss, aber eines war klar: Hier passiert etwas Besonderes und es wird Auswirkungen haben. Rasch wurde in den Forschungsbeiräten des ÖAGG sowie der PTA das Bedürfnis formuliert, diese Entwicklungen zu beforschen und Veränderungen, die gerade passieren, zu erheben. Dies ist einerseits dem wissenschaftlichen Interesse geschuldet, kann aber auch als Versuch des Umgangs, eine im Hier und Jetzt beginnende Entwicklung zu „fassen“, interpretiert werden. Durch Initiativen Einzelner bzw. von Gruppierungen wurden parallel mehrere Forschungsprojekte innerhalb des ÖAGG, teils mit KooperationspartnerInnen, gestartet. Es freut uns, aktuelle Ergebnisse einiger Forschungsprojekte im nun vorliegenden Heft zu präsentieren.

Gemäß dem im ÖAGG Leitbild formulierten Ansatzes kam es dadurch zur „Erforschung und Förderung des Individuums in seiner sozialen Einbettung“ (Leitbild ÖAGG, 2016) und zeigt, welch lebendige Organisation der ÖAGG ist/sein kann. Gerade in Zeiten großer Herausforderung und auch Belastungen kann es hilfreich sein, stattfindende Dynamiken strukturiert zu betrachten im Versuch deren Auswirkungen einzuordnen.

Das vergangene Jahr zeigt uns auch in beeindruckender und teils beklemmender Weise die Bedeutung der psychosozialen Berufsgruppen auf und lässt die, im ersten Artikel des aktuellen Hefts beschriebene, Geschichte des Psychotherapiegesetzes noch einmal in anderem Licht erscheinen.

Abstract

An der ÖAGG-psychotherapeutischen Ambulanz pta wurde in einer multimethodischen Längsschnittstudie der Frage nach den Auswirkungen der COVID-19 Krise auf Belastungserleben und Symptomatik der PatientInnen sowie auf die Gruppentherapie nachgegangen. Dafür wurde jeweils an etwa 400 PatientInnen zu zwei Zeitpunkten (im Juni und November 2020) ein Fragebogen vorgegeben. Es wurden 12 narrative Interviews mit PatientInnen geführt, um tieferen Einblick in das Belastungserleben und Bewältigungsmechanismen zu erhalten. Außerdem wurde die TherapeutInneneinschätzung aus der Arbeit mit 13 Gruppen tiefenhermeneutisch untersucht. Die Ergebnisse bilden ab, dass die COVID-Krise auf individuell unterschiedliche Lebensrealitäten trifft. Diese verschiedenen Lebensumstände wiederum beeinflussen stark, in welcher Art die Krise sich subjektiv beeinträchtigend und belastend oder in manchen Fällen auch hilfreich oder erleichternd auswirkt.

Bischof, H., Dietrich, G., Przyborski, A. & Poncioni-Rusnov, V. (2021). Wie kommen psychisch erkrankte Personen durch die COVID-19-Krise? Eine empirische multimethodische Studie mit Daten von PatientInnen in gruppentherapeutischer Behandlung. Feedback. Zeitschrift für Gruppentherapie und Beratung (1&2), 55-74.

Die Zeitschrift PERSON – Facultas

8. März 2022: Internationale Zeitschrift für Personzentrierte und Experienzielle Psychotherapie und Beratung. Herausgebende Univ.-Prof. Dr. Aglaja Przyborski und Univ.-Prof. Dr. Michael Behr
PERSON 25. Jg. 2021, Heft 1

https://www.facultas.at/verlag/zeitschriften/person

Details

Die Zeitschrift PERSON dient der öffentlichen Diskussion und Weiterentwicklung der Personzentrierten/Klientenzentrierten Psychotherapie und des Personzentrierten Ansatzes nach Carl Rogers in Wissenschaft, Forschung, Lehre und Praxis innerhalb und außerhalb der Psychotherapie in den Be­reichen der Human- und Sozialwissenschaften, der Ausbildung, Kultur und Wirtschaft. Die Zeitschrift bietet außer­dem einen Rahmen für Auseinandersetzung und Zusammenarbeit mit an­deren kulturellen, wissenschaftlichen, philosophischen und künstlerischen Strömungen.

 

Artikel in der ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung

1. März 2022: Digitale Dispositive psychischer Gesundheit. Eine Analyse der Resilienz-App ‚SuperBetter‘, ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung, 2-2021, S. 242-265. Moritz Meister und Thomas Slunecko

https://doi.org/10.3224/zqf.v22i2.05

Details

Der Artikel fragt nach einer gegenstandsadäquaten Methode der qualitativen Untersuchung von Apps und stellt dazu eine für die Analyse von Subjektivierung sensibilisierte Variante der Walkthrough-Methode vor. Apps werden dabei als multimediale Mikrodispositive verstanden, die eine Antwort auf einen gesellschaftlichen Notstand (eine urgence im Sinne Foucaults) darstellen und sich innerhalb eines Makrodispositivs historisch gewachsener Machtverhältnisse bewegen. Die Herausforderung der Methode besteht darin, eine Verbindung zwischen enaktiver Feinanalyse des Interfaces (Zooming In) und einer damit verbundenen gesellschaftlichen Makroperspektive (Zooming Out) greifbar zu machen. Am Beispiel der Resilienz-App ‚SuperBetter‘ wird diese Methode materialiter demonstriert.

Artikel in der ZQF – Qualitative Zugänge zu digitalisierten Körper- und Gesundheitspraxen

18. Februar 2022: "Qualitative Zugänge zu digitalisierten Körper- und Gesundheitspraxen". Editorial von von Aglaja Przyborski und Thomas Slunecko in der ZQF - Zeitschrift für Qualitative Forschung. Seite 179 bis186. 

Bibliographie: Przyborski, Aglaja/Slunecko, Thomas: Qualitative Zugänge zu digitalisierten Körper- und Gesundheitspraxen, ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung, 2-2021, S. 179-186. 

https://doi.org/10.3224/zqf.v22i2.01

Details

Qualitative approaches to digitalizied body and health practices

Wir befinden uns mitten in einer umfassenden digitalen Transformation. Zentrale Bestandteile unseres Lebens werden mit wachsender Geschwindigkeit im Rahmen von Digitalisierungsprozessen verändert. Die COVID-19-Pandemie, in der digitale Medien oft die hauptsächliche oder gar einzige "Verbindung zur Welt" darstell(t)en, hat viele dieser Entwicklungen noch dynamisiert. Technologischer Wandel repräsentiert und bedingt sozialen Wandel und wird selbst von diesem weiter angetrieben. Er weckt in der Regel ebenso hoffnungsvolle Erwartungen wie dystopische Befürchtungen (Balandis/Straub 2018) und ist von daher nicht nur im Realen, sondern auch im Imaginären relevant für psychische, soziale und gesellschaftliche Dynamiken.